Aktuelles Semester 2019-03-29T13:54:31+00:00

Lehrveranstaltungen des SoSe 2019 – Prof. Dr. Dan Wielsch

Termin: Mo, 17.45 – 18.30 Uhr, Hörsaal C (Hörsaalgebäude) und Di, 08.00 – 9.30 Uhr, Hörsaal A2 (Hörsaalgebäude)

Die Vorlesung vermittelt grundlegende Kenntnisse des Familien- und Erbrechts. Ziel ist es, dass Fälle aus dem zivilrechtlichen Pflichtfachbereich in beiden Materien sicher gelöst werden können.

Im Familienrecht wird behandelt: der verfassungsrechtliche Schutz von Ehe und Familie, die allgemeinen Ehewirkungen und das eheliche Güterrecht, die Ehescheidung, Rechtsfragen der nichtehelichen Lebensgemeinschaft, Grundzüges des Verwandtschafts- und Kindschaftsrechts.

Im Erbrecht wird behandelt: die Systematik und verfassungsrechtliche Einordnung des Erbrechts, gesetzliche und gewillkürte Erbfolge (Testamentsformen und Erbvertrag), letztwillige Anordnungen des Erblassers, die Annahme und Ausschlagung der Erbschaft, das Rechtsverhältnis der Erben untereinander, Pflichtteilsrecht.

Eine Gliederung sowie weitere Literaturempfehlungen werden in der Vorlesung ausgegeben.

Termin: Di, 16.00 – 17.30 Uhr, Seminarraum S 11 (Seminargebäude)

Unter Bedingungen der Globalisierung wird die begrenzte Reichweite nationalstaatlicher und völkerrechtlicher Regulierung augenfällig. Damit ist jedoch kein Bedeutungsverlust, sondern ein Bedeutungs- und Strukturwandel des Rechts in der post-nationalen Konstellation verbunden.

Die großen Verteilungsfragen des 21. Jahrhunderts um Zugang zu materiellen (Wohlstand, Nahrung, Energie) wie immateriellen Gütern (Medikamentenpatente, digitale Werke) stellen sich auch als Zukunftsfragen der Rechtswissenschaft. Gleiches gilt für Überlegungen zur „Verfassung“ eines transnationalen Gemeinwesens: Welche Alternativen bestehen zum (derzeit unrealisierbaren und zudem normativ kritisierbaren) Modell einer „Welt-Regierung“?

An die Stelle von staatlicher Politik treten im transnationalen Regulierungsraum vermehrt private Akteure, die im Wege der Selbstregulierung etwa in Wirtschaft, Medien und Sport eigene, autonome Rechtsregimes schaffen. Aktuelle Beispiele von Menschenrechtsverletzungen durch multinationale Konzerne, der Destruktivität entfesselter Finanzmärkte, einer Umwelt gefährdenden Förderung des Freihandels durch die WTO oder Einschränkungen der Meinungsfreiheit durch private Intermediäre des Internet haben auch Gegenkräfte in einer grenzüberschreitenden Zivilgesellschaft hervorgerufen, etwa die „Occupy“-Proteste oder die breite Mobilisierung gegen ACTA, CETA und TTIP. Worauf können konkurrierende normative Ordnungen eines pluralistischen Weltrechts ihre Legitimität gründen? Welche Maßstäbe gesellschaftlicher Verantwortung sind an „Private Governance Regimes“ anzulegen, die weder einem demokratischen Regelsetzungsprozess folgen noch (in den Augen der herrschenden Meinung) unmittelbar an Grundrechte gebunden sind?

Die Vorlesung richtet sich an Teilnehmer aus verschiedenen rechtswissenschaftlichen Schwerpunktbereichen, aber auch an Studierende anderer Fakultäten. Entsprechend sollen anhand querschnittartiger, konkreter Fallstudien Akteure, Prozesse und Institutionen des globalen Rechts dargestellt und diese mit dem Instrumentarium moderner Gerechtigkeitstheorien einer kritischen Beurteilung unterzogen werden.

Vorkenntnisse werden nicht vorausgesetzt. Alle Begleitmaterialien der Vorlesung werden über Ilias bereit gestellt.

Termin: Mo, 16.00 – 17.30 Uhr, Hörsaal XIb (Hauptgebäude)

Das Urheberrecht befasst sich mit dem rechtlichen Schutz von persönlichen geistigen Schöpfungen auf den Gebieten der Kunst, Literatur, Musik und Wissenschaft. Die Vorlesung wird den gesellschaftlichen Veränderungsdruck erläutern, der infolge der Digitalisierung von Werken für das moderne Urheberrecht entsteht. Es bewegt sich in einem immer stärker werdenden Spannungsfeld zwischen wirtschaftlichen, kulturpolitischen und persönlichkeitsrechtlichen Interessen, zu denen im Internet-Zeitalter die Interessen von Nutzern und Kreativen an einem erleichterten Zugang zu Werken hinzutreten. Das Rechtsgebiet wird dabei maßgeblich durch grundrechtliche und europarechtliche Vorgaben geprägt. Für Schwerpunktbereichsstudierende wird eine Klausur angeboten, welche die gutachterliche Lösung eines urheberrechtlichen Falles zum Gegenstand haben wird.

Aktuelle Studieninformationen

Rückgabe 2. Klausur Übung Zivilrecht WiSe 2018/19

Die Klausuren der Übung im Zivilrecht (Termin 2) liegen ab sofort im Eingangsbereich des Juristischen Seminars zu Abholung bereit. Achtung: In den oberen beiden Fächern befinden sich die Klausuren von Termin 1, im untersten Fach die Klausuren von Termin 2. Zur Erleichterung der Auffindung der Klausuren bitten wir darum, die Stapel getrennt zu halten. Vielen Dank!

11.03.2019|

Rückgabe 1. Klausur Übung Zivilrecht WiSe 2018/19

Die Klausuren der Übung im Zivilrecht (Termin 1) liegen ab sofort im Eingangsbereich des Juristischen Seminars zu Abholung aus.

21.01.2019|

Seminar: Das Politische des Rechts. Zur Rechtskritik von Rudolf Wiethölter.

Professor Dr. Wielsch veranstaltet im kommenden Wintersemester gemeinsam mit Professor Dr. Zabel (Universität Bonn) das Seminar  „Das Politische des Rechts. Zur Rechtskritik von Rudolf Wiethölter.”

Die Veranstaltung ist anrechenbar als Vorbereitungsseminar, wahlbereichsklausurersetzendes Seminar in allen Schwerpunktbereichen oder als Doktorandenseminar. Sie ist darüber hinaus offen für alle Interessierten. Nähere Informationen sind der Ankündigung zu entnehmen:

02.10.2018|

Passwörter für Veranstaltungen

Passwörter für Veranstaltungen des Lehrstuhls werden grundsätzlich nur innerhalb der Veranstaltung herausgegeben. Sie werden daher nicht per E-Mail mitgeteilt.

17.04.2018|

Klausuren Familien- und Erbrecht

Die Klausuren der Vorlesung Familien- und Erbrecht des Sommersemesters 2017 liegen ab sofort im Eingangsbereich des Juristischen Seminars zur Abholung bereit.

31.08.2017|