Aktuelles Semester 2017-05-08T14:09:52+00:00

Lehrveranstaltungen des SoSe 2017 – Prof. Dr. Dan Wielsch

Termin: Di, 10 – 11.30 Uhr, Hörsaal H II (Hauptgebäude) und Mi, 8 – 9.30 Uhr, Hörsaal A2 (Hörsaalgebäude)

Die Vorlesung vermittelt grundlegende Kenntnisse des Familien- und Erbrechts. Ziel ist es, dass Fälle aus den im zivilrechtlichen Pflichtfachbereich vorgesehenen Untermaterien sicher gelöst werden können.

Im Familienrecht wird behandelt: der verfassungsrechtliche Schutz von Ehe und Familie, die allgemeinen Ehewirkungen und das eheliche Güterrecht, die Ehescheidung, Rechtsfragen der nichtehelichen Lebensgemeinschaft, Grundzüges des Verwandtschafts- und Kindschaftsrechts.

Im Erbrecht wird behandelt: die Systematik und verfassungsrechtliche Einordnung des Erbrechts, gesetzliche und gewillkürte Erbfolge (Testamentsformen und Erbvertrag), letztwillige Anordnungen des Erblassers, die Annahme und Ausschlagung der Erbschaft, das Rechtsverhältnis der Erben untereinander, Pflichtteilsrecht.

Eine Gliederung sowie weitere Literaturempfehlungen werden in der Vorlesung ausgegeben.

 

Termin: Mo, 16 – 17.30 Uhr, Hörsaal H80 (Hörsaalgebäude)

Rechtsphilosophie fragt danach, ob das positive Recht auch „richtiges“ Recht ist. Während Dogmatik das geltende Recht darzustellen versucht, bleibt offen, ob dieses auch gerecht ist. Warum sind Rechtsnormen überhaupt verbindlich? Lassen sich zwingende Gründe für einen bestimmten Inhalt von Rechtsnormen finden? Etwa weil sich eine bestimmte Verteilung von Gütern oder die Auferlegung von Pflichten als gerecht erweisen ließe? Bedarf es zur Begründung des Rechts „überpositiver“ Richtigkeitskriterien, etwa der Moral oder Religion? Oder verfügt das Recht über eine eigene, von Moral unabhängige Rationalität?

Die Vorlesung stellt verschiedene rechtsphilosophische Ansätze vor, vermeidet aber eine bloß historisierende Betrachtung. Die Hörer sollen zum selbständigen Nachdenken über Recht angeregt werden: sie sollen in der Lage sein, gegenwärtige rechtsphilosophische Fragestellungen nicht nur zu verstehen, sondern auch selbst Stellung zu nehmen. Um die eigene Urteilskraft zu schulen, ist die Kenntnis einiger grundlegender Argumentationsmuster notwendig, die sich seit der Aufklärung entwickelt haben.

Abgerundet wird die Vorlesung durch die Analyse einiger ausgewählter Grundbegriffe des Rechts (Person, Eigentum, Vertrag, Staat, Verfassung etc.), von denen Einzelheiten aus dem bisherigen Studium bekannt sind, die sich aber erst durch einen Blick auf den philosophischen Legitimationsdiskurs voll erschließen und zusammenfügen.

Begleitmaterialien werden über Ilias bereitgestellt.

Termin: Di, 16 – 17.30 Uhr, Seminarraum S22 (Seminargebäude)

Unter Bedingungen der Globalisierung wird die begrenzte Reichweite nationalstaatlicher und völkerrechtlicher Regulierung augenfällig. Damit ist jedoch kein Bedeutungsverlust, sondern ein Bedeutungs- und Strukturwandel des Rechts in der post-nationalen Konstellation verbunden.

Die großen Verteilungsfragen des 21. Jahrhunderts um Zugang zu materiellen (Wohlstand, Nahrung, Energie) wie immateriellen Gütern (Medikamentenpatente, digitale Werke) stellen sich auch als Zukunftsfragen der Rechtswissenschaft. Gleiches gilt für Überlegungen zur „Verfassung“ eines transnationalen Gemeinwesens: Welche Alternativen bestehen zum (derzeit unrealisierbaren und zudem normativ kritisierbaren) Modell einer „Welt-Regierung“?

An die Stelle von staatlicher Politik treten im transnationalen Regulierungsraum vermehrt private Akteure, die im Wege der Selbstregulierung etwa in Wirtschaft, Medien und Sport eigene, autonome Rechtsregimes schaffen. Aktuelle Beispiele von Menschenrechtsverletzungen durch multinationale Konzerne, der Destruktivität entfesselter Finanzmärkte, einer Umwelt gefährdenden Förderung des Freihandels durch die WTO oder Einschränkungen der Meinungsfreiheit durch private Intermediäre des Internet haben auch Gegenkräfte in einer grenzüberschreitenden Zivilgesellschaft hervorgerufen, etwa die „Occupy“-Proteste oder die breite Mobilisierung gegen ACTA, CETA und TTIP. Worauf können konkurrierende normative Ordnungen eines pluralistischen Weltrechts ihre Legitimität gründen? Welche Maßstäbe gesellschaftlicher Verantwortung sind an „Private Governance Regimes“ anzulegen, die weder einem demokratischen Regelsetzungsprozess folgen noch (in den Augen der herrschenden Meinung) unmittelbar an Grundrechte gebunden sind?

Die Vorlesung richtet sich an Teilnehmer aus verschiedenen rechtswissenschaftlichen Schwerpunktbereichen, aber auch an Studierende anderer Fakultäten. Entsprechend sollen anhand querschnittartiger, konkreter Fallstudien Akteure, Prozesse und Institutionen des globalen Rechts dargestellt und diese mit dem Instrumentarium moderner Gerechtigkeitstheorien einer kritischen Beurteilung unterzogen werden.

Vorkenntnisse werden nicht vorausgesetzt. Alle Begleitmaterialien der Vorlesung werden über Ilias bereit gestellt.

Lehrveranstaltungen des SoSe 2017 – Jan Bunnenberg

Termin: Mo, 17.45 – 19.15 Uhr, S 73 (Philosophikum), Beginn: 24.04.2017

Lehrveranstaltungen des SoSe 2017 – Ricarda Bücker

Termin: Do, 10 – 11.30 Uhr, SSC 2.101, Beginn: 27.04.2017

Lehrveranstaltungen des SoSe 2017 – Anna Menzel

Kafkas düstere Bürokratien, Sophokles tragische Rechtskonflikte, Kleists markante Charaktere und seine scharfsinnige Sprache, aber auch die „Verfassungsprosa“ des Bundesverfassungsgerichts – lesenden Jurist_Innen und juristisch interessierten Literat_Innen begegnen regelmäßig Verknüpfungen zwischen Recht und Literatur. Das „und“ kann mehreres bedeuten: Recht in der Literatur, Recht als Literatur oder auch die rechtliche Regulierung von Literatur, also Literatur im Recht.

Anhand von verschieden Texten soll das Potential dieses Feldes erkundet werden, indem die zu lesenden Texte diskutiert werden. So kann gemeinsam ein Bild dessen skizziert werden, was die Verschränkung von Recht und Literatur ausmacht und welche Möglichkeiten sie hervorbringt. Dabei wird der Blick einerseits auf verschiedene literaturwissenschaftliche Lese-und Interpretationsstrategien gerichtet, um diese auch für das Recht fruchtbar zu machen und andererseits versucht die Besonderheit des Rechts als Text gegenüber der Literatur als Text herauszuarbeiten. Zentrales Thema ist vor allem die Frage nach der Bedeutungsbildung im Allgemeinen und im besonderem im Recht. Nicht zuletzt geht es darum, wie die Literatur den Menschen auch im Recht sichtbar macht, wenn er zu verschwinden droht.

Diese Veranstaltung richtet sich an alle, die Freude an der Arbeit mit literarischen Texten mitbringen und an einer anderen Perspektive auf das Recht interessiert sind. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Für die erste Sitzung bitte Friedrich Schiller „Der Verbrecher aus verlorener Ehre“ lesen (frei zugänglich unter http://gutenberg.spiegel.de/buch/der-verbrecher-aus-verlorener-ehre-3329/1).

Termine: 24.04., 08.05., 22.05., 19.06., 03.07., 17.07., jeweils 17:45 Uhr bis 19:45 Uhr im Seminarraum 2.225 (SSC)

Aktuelle Studieninformationen

Förderung der Tilbury House Debating Society

Das Projekt „Debattierworkshops für Studierende aller Fakultäten” des Kölner Hochschuldebattierclubs Tilbury House wird ab dem kommenden Wintersemester durchgeführt und mit zentralen Qualitätsverbesserungsmitteln gefördert. Der Lehrstuhl unterstützt das Projekt ebenfalls und gratuliert zum Erhalt dieser Förderung herzlich!

16.06.2017|

Klausuren Übung im Zivilrecht Termin 2

Die Klausuren der Übung im Zivilrecht (Termin 2) liegen ab sofort im Eingangsbereich des Juristischen Seminars zur Abholung bereit.

14.03.2017|

Klausuren Vorlesung Rechtstheorie

Die Klausuren der Vorlesung Rechtstheorie Wintersemester 2016/17 können ab sofort zu den Öffnungszeiten des Sekretariats am Lehrstuhl abgeholt werden.

07.03.2017|

Klausuren Übung im Zivilrecht Termin 1

Die Klausuren der Übung im Zivilrecht (Termin 1) liegen ab sofort im Eingangsbereich des Juristischen Seminars zur Abholung bereit. Der Notenspiegel hängt im Hauptseminar aus und ist online abrufbar.

26.01.2017|

Rückgabe der Klausuren zur „Einführung in die Rechtstheorie”

Die Klausuren zur „Einführung in die Rechtstheorie” können seit Montag, den 27. April 2015 im Sekretariat des Lehrstuhls zu den Öffnungszeiten (Mo-Do, 9-13 Uhr) abgeholt werden. Die Ergebnisse sind über KLIPS einsehbar.

 

23.04.2015|